Thema Spielflächen

Es besteht eine offensichtlich völlig unterschiedliche Zählweise, wenn die Flächen, die besonders für Kinder nutzbar sind, zusammengezählt werden. Die Rechnung der "Sanierer" S.T.E.R.N.-GmbH, des Planungsbüros, des Amts für Umwelt und Naturschutz ("Freunde des Wasserturms" / “Freundeskreis Wasserturm“) ist folgende:

Durch die Verlegung des Kleinkindspielplatzes auf den Großkinderspielplatz und die Brachfläche an der Kolmarer Straße errechnet diese Gruppe ein Flächenplus für Kinder von etwa 100qm (von 2843qm auf 2965qm).

Diese Rechnung geht aber nur mit einigen Taschenspielertricks auf. Viele Eltern errechnen hingegen korrekt:

Die jetzige Brachfläche an der Kolmarer Straße mit über 500qm war bis zur Sanierung 2003 Spielplatz mit Spielgeräten (zuletzt noch eine Seilbahn). Die jetzt geplante hälftige Wiedernutzung des Platzes als Spielfläche für Kinder als Flächengewinn zu bezeichnen, ist eine nur schwerlich gutzuheißende Zählmanipulation.

Vor der Sanierungsphase 2003 waren die gesamte Deck-Fläche und die Hänge des Berges für Kinder eine sehr beliebte Örtlichkeit zum Spielen, Klettern und Budenbauen.
Danach war nur noch der Südhang auf diese kindgerechte Art von Kindern zu nutzen.

Nach 2006 wird der gesamte Hügelbereich kinderunfreundlich, denn die Hänge sollen durch Rosen sogar ausdrücklich vor "Kindern und Hunden geschützt" werden (O-Ton Planungsbüro).
Der Flächenverlust an Spielfläche im Bereich des Berges liegt bei etwa 3000 bis 3500qm (diese Flächen werden von den Planern überhaupt nicht in der Spielflächenbilanz berücksichtigt).

Der gesamte Flächenverlust für Kinder auf dem Wasserturmareal wird also bei der Umsetzung der jetzigen Planung in der Summe bei bestimmt 4000qm liegen, was die verbleibende Spielfläche bei weitem übertrifft.
Aus 7000qm werden 2965qm, ein Minus-Wachstum, das die Eltern im kinderreichsten Kiez Europas hoffentlich nicht akzeptieren.
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