Mauerpark is our park!
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Sind die Bürgerinitiativen gespalten?

Die Antwort ist ein klares Nein. Die unterzeichnenden Bürgerinitiativen
vertreten eine klare Position zum Mauerpark:

Sie fordern eine zügige Fertigstellung des Mauerparks OHNE jegliche Bebauung – weder im Norden noch im Süden, und auch nicht als Häusermauer entlang der „Parkgrenze“.

Das Bürgerinitiativen-Netzwerk Berlin fordert vielmehr vom Bezirk Mitte, dem Senat und dem Grundstückseigner Vivico, das spekulative Geschacher um den Park nach fast 20 Jahren endlich zu beenden und zu einem sozial- und ökologieverträglichen guten Ende zu bringen. Der Mauerpark eignet sich nicht als Spekulationsobjekt!

Der in den vergangenen 14 Tagen plötzlich in den Medien kolportierte „Kompromiss-Vorschlag“, man könne ggf. einer großzügigen Bebauung im Norden und einer kleineren im Süden des Parks zustimmen, werden von uns abgelehnt und können nur als Minderheitenmeinung gelten.

Überraschend ist vor allem, dass dieser „Vorschlag“, der weit hinter die positiven Entwicklungen der vergangenen Monate zurückfällt, zu einem Zeitpunkt in die Diskussion geworfen wird, wo die Bürgerinitiativen enormen öffentlichen Zuspruch erhalten, während die Befürworter einer wie auch immer gearteten Bebauung argumentativ ins Hintertreffen geraten.

Wir fordern eine sofortige Fertigstellung des Mauerparks, ohne Einschränkung und ohne Bebauung.

Bi Wasserturm
Bi Carambolagen
Unabhängige Wählergemeinschaft
Prenzlauer Berg - UWP

Februar 2010

 
"Grüne" in Mitte bekämpfen "große" grüne Lösung für den Mauerpark

Im Tandem mit der Beton-Fraktion der SPD Mitte hat die Fraktion der BündnisGrünen im Stadtentwicklungsausschuss am 27.1.2010 gegen eine „große“ grüne Lösung für den Mauerpark gestimmt.

In einer der am dichtesten bebauten Wohngegenden Deutschlands wurde auf Antrag beider Fraktionen (Änderungsantrag DS 1360/III) einer weiteren Verdichtung, und somit einer zunehmenden Belastung für den Mauerpark, Tür und Tor geöffnet. Der Mauerpark ist die nächstgelegene größere Grünfläche für bis zu 100 000 Anwohner in den umliegenden Quartieren und bedarf einer dringenden Erweiterung.

In einem skandalösen „Deal“ will eine Rot-Grüne „Koalition“ eine seit 15 Jahren beschlossene Fertigstellung des Parks (auf ehemals staatseigenem Land, dass nun die „Verwertungsgesellschaft“ VIVICO meistbietend vehökert), mit einer massiven Bebauungsoption nördlich der Gleimstraße (direkt neben dem Kinderbauernhof), quasi „erkaufen“. Mit der zusätzlichen Bebauung auf dem ehemaligen Mauerstreifen in der Bernauer Straße - und weiteren Verdichtungen in den Bezirken Pankow und Mitte (z.B. Marthashof) - steigt die Belastung des Mauerparks langfristig also immer weiter an, auch wenn die Fläche des Parks nach den bisherigen Plänen des Landschaftsarchitekten Gustav Lange vollendet wird.

Das Netto-Resultat ist eine Verringerung potentieller und auch existierender Grünflächen für die Stadtteile Wedding, Prenzlauer Berg und Mitte, die dem Naherholungsverkehr ins Umland weiteren Auftrieb geben dürfte. Eine ökologische „Meisterleistung“! Glückwunsch „Grüne“!

Obendrein ist es eine politische „Meisterleistung“ die Drecksarbeit für den Senat zu machen, der für die Mauerparkmisere seit eh und je verantwortlich ist. Und weil der jetzige „Rot-Rote“ Senat nicht bereit ist Geld für einen dringend benötigten Park in die Hand zu nehmen (ca.10Mio), das er an anderer Stelle nur allzu bereitwillig für sinnlose, überflüssige und überdimensionierte Projekte verpulvert, springen die MitteGrünen unter Leitung von Stadtrat Gothe (SPD) bereitwillig ein, um sich von der VIVICO „Kompromisse“ aufzwingen zu lassen, die eigentlich einer Erpressung gleichkommen, da solche „Verhandlungspartner“ naturgemäß nicht auf Augenhöhe verhandeln können.

Entgegen aller Proteste der Bürger und des BürgerInitiativenNetzwerks (BIN), das solche „Deals“ und „Kompromisse“ ablehnt, verdingt sich die Grüne Fraktion Mitte als Handlanger einer visionslosen Stadtentwicklungspolitik der SPD. Ein Schuft wer Böses dabei denkt.

Frank Mankyboddle
28.01.10

www.carambolagen.de
www.myspace.com/carambolagen
 
Mauerpark endlich fertigstellen!

Der Mauerpark ist heute auch nach 20 Jahren Mauerfall immer noch nicht fertig.
Nach weit über einem Jahrzehnt des politischen Nichthandelns versucht der berliner Senat die Situation jetzt mit einem sehr faulen Kompromiss zu lösen.

Mittes Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD) stellte dabei im Juli den neuen Bauentwurf vor, nach dem etwa 4,5 Ha des Parks mit 6-10 geschossigen Gebäuderiegeln bebaut werden sollen.

Die Umsetzung des Bauentwurfs hätte fatale Folgen für den Mauerpark und seine Nutzer:
Das kulturelle Leben würde durch andauernde Ruhestörungsbeschwerden und Auflagen aussterben und eine dringend benötigte Grünfläche würde zerstört werden. Die Luxuswohngebäude würden eine soziale Mauer zum Wedding darstellen und die eigentliche Vision des Parks, nämlich eine Grünfläche zu schaffen, die Ost und West miteinander verbindet, zunichte machen. Institutionen wie der Flohmarkt und das Café Mauersegler müssten den Planungen ebenso weichen.

Die Entscheidung über die neuen Pläne fällt am 25.11. im Stadtentwicklungsausschuss Mitte und wir stimmen die berliner Politik schon einmal darauf ein, dass wir uns unseren Park nicht nehmen lassen.

Daher demonstriert mit uns am Samstag den 14.11. für die Fertigstellung des Mauerparks und gegen eine Bebauung.

Mauerpark is our Park und keine Experimentierfläche von irgendwelchen Investoren!

www.mauerpark-fertigstellen.de
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