Forum - Stimmen von Anwohnerinnen und Anwohnern
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FORUM KASTANIENALLEE

Ich wünsche denen viel Erfolg, die die Kastanienallee im wesentlich so lassen wollen, wie sie ist.

Die Straße ist nicht radfahrerfreundlich? Frau Schneider vom ADFC soll mal durch die Danziger Straße oder die Torstraße radeln (also am nördlichen bzw. südlichen Ende der Kastanienallee)! Dann weiß sie, wo das Radfahren WIRKLICH keinen Spaß macht und gefährlich ist.

Frank Möller will "aus Prinzip", dass an der Kastanienallee etwas verändert wird? Denn nichts zu tun, DAS sei provinziell und "nicht kreativ"? Vermutlich ist er dann auch dafür, dass der Fernsehturm mal wieder neu gestrichen und das Brandenburger Tor gekachelt wird (Höhmann: "Kompromiss: Wir kacheln nur die unteren 1,25 Meter!").

Die Straße mag für Durchreisende (Rad-, Auto-, Straßenbahnfahrer) zu kompliziert sein. Die Tram zu langsam, die Straßenbahnschienen zu bedrohlich, die restriktive Einbahnstraßenregelung am oberen und unteren Ende der Straße ärgerlich.

Ja, da könnten Kirchner und Konsorten Recht haben: Für Durchreisender ist es schwer zu verstehen, dass die Leute hier - ob Anwohner oder Gäste - DIESE Kastanienallee mögen. Bezirksamt und BVV wollen eine ungewöhnliche und merk-würdige Straße schleifen, natürlich zu unser aller Bestem ... "Über 5 cm mehr oder weniger kann man ja noch verhandeln!"

Vielen Dank an Till Harter, Matthias Aberle und Sebastian Mücke, dass sie diesen Quatsch so klar benennen. Ich finde es gut, dass und wie sie sich für die Kastanienallee einsetzen. Für ihre Argumente werden sie viele andere begeistern können. Der Widerstand zerfasert nicht, der hat noch gar nicht begonnen.


Hallo Leute,

leider bin ich am Dienstag nicht in Berlin und kann nicht zur Diskussion gehen. Aber ich bitte berücksichtigen, dass mit der Kastanienallee auch eine Stück gewachsenes und erfolgreiches Berliner Flair zerstört werden soll. Was hat eigentlich der egomanische Holger Kirchner da ständig gegen alle rumzustänkern? Der Mann ist für unseren Bezirk ein richtiges Übel und Problem geworden. Er scheint auch erst richtig aufzuleben, wenn er Macht demonstrieren darf. Leider nie im Sinne der Bürger. Jetzt also auch noch im Sinne der Berliner Verfassung. Sehr wichtigtuerisch der Kollege.

Man denke nur an die Parkautomaten, die allen das Leben schwer machen. Geld in einem Wohngebiet bis Mitternacht einwerfen zu müssen, das gibt es nirgend in Berlin. Nachts laufen seine "Ordnungstrupps" mit Taschenlampen durch die Straßen und leuchten in die Autos. Das ist so krank und übertrieben. Natürlich sollen die Parkzonen jetzt noch in die anderen Wohngebiete ausgeweitet werden. Was für eine Überwachung und Einschränkung des normalen Lebens in unserer Stadt. Nein, sie gehören abgeschafft die Parkautomaten. Das ist wie eine Welle. Wie einfach und natürlich ist das noch in Kreuzberg.

Und die Kastaninallee. Das ist so ein lebendiges Pflaster-Patchwork auf dem Gehsteigen und auf den Straßen. Das würde nicht mal Friedensreich Hundertwasser mit seinen Anlagen hinbekommen. So sieht eine grüne, abwechslungsreiche und lebensnahe Stadt und Straße aus. Und Holger Kirchner der Ordnungs- und Überwachungsfanatiker spricht auch noch für die Grünen. Das ist ein absoluter Witz. Das einzige was mit der Totsanierung erreicht wird, ist das die Mieten steigen werden, weil die falschen Leute angelockt werden. Schon jetzt schreiben sie überall, dass in der Gegend 5.000 Euro pro qm erzielt wird.

Kirchner und all die Lokalpolitiker wissen doch gar nichts von den Sorgen der Händler und kleinen Leute hier. Wie schwer es ist eine erfolgreiches Konzept aufzubauen und umzusetzen. Selbst die Schönhauser Allee Arkaden, wie ich in der Zeitung las, über mangelnde touristische Kundschaft. Will Kirchner uns kaputt machen? Die Leute und Händler hier in der Gegend haben überhaupt erst dieses Flair ermöglicht, dass jetzt abgeschafft werden soll. Ich denke, dass dahinter eine Strategie steckt.

Die Kastanienallee soll bleiben wie sie ist. Gewachsen, ein Denkmal der Entwicklung, ein künstlerisches Patchwork der sichtbaren Geschichte. Lebendig und bezahlbar und keine Vorort einer klinisch toten Provinz. Wo sieh tman sonst noch etwas von den Spuren der Zeit, von Ost und West. Die Mauer musste erst abgerissen werden, um festzustellen, dass sie der eigentliche touristische Trumpf Berlins ist. Die Berlinbesucher fragen sich inzwischen, ob es mal eine Teilung in Berlin gab. Letztlich fragten mich welche, ob die Häuser immer schon so schick waren. Nichts von der lebendigen längeren und jüngeren Geschichte bleibt übrig. Nur Verdrängung durch Aufwertung und Normierung.

Was hier geplant wird finde ich im wahrsten Sinne des Wortes ASOZIAL und gegen die Bewohner, die hier bewusst leben und arbeiten. Das zu erhalten, darauf hätte Holger Kirchner mal in seinem Bezirk schwören sollen.
Es ist eine Form von Terror. Ein Terror des Herrn Kirchner.

Johannes Z.


Erst mal vielen Dank für das Engagement. Es ist sehr wichtig, etwas zu unternehmen. Egal ob es zum Erfolg führt oder nicht. Wichtig ist ein Protest, der hörbar wird und wahrgenommen wird.

Ich wohne seit 25 Jahren hier in der Gegend und alles hatte seine natürliche Entwicklung durch die Zeit genommen.
Die Bewohner, Ladenbetreiber aller Art und die Gäste haben die Straße zu dem gemacht was sie ist. Nicht nur die Straße, auch das ganze Viertel. Es war und ist ein Stück lebendiges Berlin, das sich durch die vielen Formen des Zusammenlebens selbst gestaltet hat. Die Bürger haben ihre Gestaltung eingebracht und es wurde zu einem schönen Konsens von allen mit allen. Ein lebendiger international beachteter Kiez mit besonderer Prägung, ein Berliner Aushängeschild mit Geschichte des Miteinanders. Es ist gewachsen und hat sich alles sehr gut selbst organisiert.

Nach der Wende war das eine der ödesten Straßen im Prenzlauer Berg. Ein Geschäft in dieser Durchfahrststraße zu eröffnen, schien einem finanziellen Selbstmord gleichzukommen. Nie hätte ich gedacht, dass die Kastanienallee einmal so wunderbar lebendig werden würde. Ein Ort für kreative Geschäftsideen. Die Straße ist auf ganz natürliche Weise durch all diese mutigen Leute das geworden, was sie ist.

Aber jetzt kommt ein grün gewendeter Ordnungsamtsleiter und nimmt sich nacheinander das von vielen so entbehrungsreich und liebevoll Geschaffene und das sich auf natürliche Weise von selbst regelnde Miteinander vor. Es wird Chaos gestiftet, weil von behördlicher Seite in unsere Stadt und unserer Viertel eingegriffen wird. Ganz gezielt und ganz bewusst. Es hat zu gut funktioniert, auch ohne Staat.

Und schon schlagen alle auf einander ein. Worum geht es denn bei dem Protest gegen den Umbau wirklich.
Es geht doch wohl darum, dass wir uns als Bürger und Anwohner, ganz egal aus welcher Ecke wir kommen, nicht vorschreiben lassen dürfen, wie wir nach ordnungsamtspolitischen und finanzpolitischen ausgerichteten Profilierungsinteressen zu leben haben. Kaum einer dieser Bezirkspolitiker wohnt noch in diesem Viertel. Was verstehen sie schon, von den Schwierigkeiten, die alle Geschäftsbetreiber hier haben und was es heiß lebendig
zusammenzuleben.

Unsere Bezirkspolitiker stiften hier ein unsägliches Chaos. Sie zerstören ganz bewusst. Vorher hat alles funktioniert und irgendwie waren wir auch stolz hier zu leben.
Inzwischen sind die Punks schon aus unserem Viertel ganz verschwunden, ebenso fast die ganze Künstlerschaft.
Wir werden schleichend normiert und geformt. Erst die Oderberger, dann die Kastanienallee, dann dann dann.
Geld wir ein etwas eingesteckt, was die Menschen hier nicht wollen. Allein die Immobilienverwehrter freuen sich. Schicke Straße gleich Top- Lage gleich Top-Preise. Und alles wird von den Bezirkspolitiker und ihren Lobbyisten forciert.

Der grüngestrichene Ordnungsamstboss Herr Kirchner ist hier sicher der Hauptstrippenzieher. Immer eloquent machtbewusst und süchtig nach Erfolg, nach Überwachung und Chef seiner kleine "paramilitärischen" Gruppe.
Es gab zwar ein marginales Parkproblem im Viertel, aber wir fanden immer einen Platz.
Jetzt werden wir von schnüffelnden Ordnungsamtshorden überwacht, gegängelt und abgezockt. Es vergeht doch kaum ein Tag, an dem wir uns nicht über diese Überwachung aufregen. Immer müssen wir uns fragen, stehen wir auch richtig, ist es die richtige Zone, sind wir nicht 5 cm hinter dem Schild, haben wir die richtige Plakette, müssen wir unseren Besuch anmelden, schaffe ich es die Treppen nach oben und wieder runter. Wir ärgern uns alle. Gefangen in einer irrsinnigen Klippschule der Selbst- und Umerziehung. Wollen wir das auf Jahre ertragen? Wo gibt es noch einen Freiraum für unangepasste Ideen und unkonventionelles Denken.

Indem wir all diese Umbauten, getarnt als Parkproblem und Verbesserung zulassen, verfallen wir in unserem eigenen Kiez in eine Vorwendezeit der Überwachung und Gängelung. Inzwischen scheint es mir fast noch schlimmer, weil der Bürgerwillen einfach übergangen wird. So fängt das an. Aber Wir sind hier auch Berlin und machen es zu dem was Berlin in der Welt so attraktiv macht.

Parkuhren in einem Wohngebiet ist doch der Gipfel der Frechheit. Bis 24 Uhr. Gutachten werden für viel viel Geld dazu angefertigt. Dabei ist doch klar, wenn massiv Parkflächen zurückgebaut werden (40 Plätze in der Oderberger, 60 Plätze in der Kastanienallee, 60 Plätze in der Kollwitzstraße) bei gleichzeitiger Verdichtung durch Gebäude, neue Wohnungen und damit verbundenen Zuzug dann gibt es einen
Stau der sich zu einem Berg auftürmt. Parkuhren und Abkassieren schieben das Problem nun wie eine Welle vor sich her. Schon wird die Ausweitung der Parkzonen diskutiert und damit eine Ausweitung der Gängelung und Überwachung durch die Hilfsscheriffs des Bezirks. Das Problem ist selbst gemacht in unserem Bezirk. Aber in allem anderen steckt Methode und Kalkül.

Verdammt Leute, das ist doch unsere Stadt. Eine soziale Stadt. Und wir wollen doch alle auch mal Besuch empfangen und andere besuchen. Bald ist ganz Prenzlauer Berg und Pankow flächendeckend überwacht. Wo Parkuhren stehen und Straßen umgebaut werden gibt es Stau und der drückt in anderes Gebiet. In friedliche Wohngebiete gehören keine Parkuhren und Ordnungspolizisten. Nicht Ausweitung sonder Abschaffung ist hier die einzige Lösung. In Kreuzberg funktioniert es wunderbar und niemand scheint sich zu beklagen. Alles hängt miteinander zusammen und die Politiker sind die letzten, die diese Zusammenhänge begreifen. Jeder versucht seine politische Erfolgsgeschichte zu schreiben, Bürgermeinung hin oder her. Irgendwann hoffen sie, werden wir schon Ruhe geben.

Damit das nicht so weitergeht kann es nur NEIN zum Umbau der Kastanienallee geben, NEIN zur Ausweitung der Parkzonen. Das viele Geld kann wichtiger eingesetzt werden. Zum Beispiel zu Inbetriebnahme des Stadtbades in der Oderberger.

Verdammt, wir leben doch hier und wollen hier auch bleiben!

Johannes Z.


Die Freiheit von Prenzlauer Berg wird nicht am Hindukusch, sondern in der Kastanienallee verteidigt.
Maria, Oderberger Strasse


So sieht grüne Politik aus. Komplett vorbei am Bürger. Das sind die gleichen Politikertypen wie CDUler, CSUler, SPDler, FDPle oder Linke. Alles Quatsch mit Soße und dabei immer schön die Interessen der Betroffenen ignorieren. Aber mit Bürgerveranstaltungen Demokratie vorgaukeln...
Horst, Kastanienallee


Die Anwohner kämpfen für den Charakter ihrer Straße, den sie gefährdet sehen. Von dem grünen Stadtrat, der den Umbau vorantreibt und von den Bewohnern des Kiezes mit Herrn Mappus verglichen wird, fühlen sie sich übergangen. Dabei haben in diesem Stimmbezirk 819 die Grünen bei der letzten Bundestagswahl eines ihrer besonders guten Ergebnisse eingefahren.Mit solchen Konflikten wird der Weg von Frau Künast ins Rote Rathaus nicht leichter, und mit den geplanten Baumaßnahmen mein Weg per Rad oder Tram ins Büro wohl auch nicht. Und ob die Kastanienallee danach noch die Kastanienallee ist?
Haso, Kastanienallee


Ich habe eben erst mitbekommen, was da mit der Kastanienallee gemacht werden soll. Typischerweise von einem "grünen" Baustadtrat eingeleitet und auch durch die sog. "Grünen" flankiert.
Weil wir hier in Kreuzberg ähnliche Erfahrungen mit einer "grünen" Baustadträttin und der Mehrheitsfraktion der sog. "Grünen" gemacht haben, schreibe ich euch diese Mail. Das "grüne" Verhalten in Pankow und Kreuzberg scheint tatsächlich deckungsgleich zu sein - bis hin zu inszenierten "Bürgerbeteiligungsverfahren", von denen niemand etwas wüßte, würden nicht spontan BI's gegründet, Druck gemacht und diese Veranstaltungen beworben. Was bei euch "STERN" heißt, ist bei uns "Stadtbau".
Nun - wir hatten nach "nur" einem Jahr tatsächlich Erfolg: Schließlich stimmte die BVV auch mit den Stimmen der "Grünen" gegen die Pläne ihrer Baustadträttin, eine vorhandene, in den 80er Jahren mit den AnwohnerInnen gebaute Grünanlage (den "Luisenstädtischen Grünzug") abzureißen uind im Stile der 30er Jahre mit Mitteln des "Städtebaulichen Denkmalschutzes" zu rekonstruieren. Letztlich hätte dieser Schildbürgerstreich einige Millionen gekostet und es ist der politischen Klasse hier sehr schwer gefallen, dieses Geld in den Topf zurückzulegen. Für mehr Infos: http://baumschutz.wordpress.com/bi-baeume-fuer-kreuzberg/
Es ist bezeichnend, wie die "Grünen" der Arroganz der Macht reihenweise erliegen. Angesichts der vielen kleinen Verbrechen auf bezirklicher Ebene, die mithilfe der "Grünen" ersonnen und/oder durchgeführt wurden und werden, tut jetzt vor den Wahlen Aufklärung Not.
Die BI "BÄUME FÜR KREUZBERG" wünscht euch jedenfalls weiterhin viel Durchhaltevermögen, Entschlossenheit und Kraft. Und Erfolg natürlich! No Pasaran!


Schön, daß mal jemand etwas unternimmt gegen das korrupte Gesindel vom Amt. Das Ganze stinkt doch zum Himmel. Und die, die immer noch mit ihm quatschen, sollte man sich auch mal näher ansehen.
Peter W., Zionskirchstrasse


Wann beginnt die Unterschriftensammlung zum Bürgerbegehren? Wann und wo kann ich gegen Kirchner unterschreiben?
Alexandra R., Kastanienallee


Politiker wie Kirchner sollte man teern, federn und aus der Stadt jagen.
Jens B., Kastanienallee


Stadtrat Kirchner hat gelogen und die Menschen in der Castingallee über zwei Jahre hinters Licht geführt. Schade, dass man so was nicht abwählen kann.
Verena L., Kastanienallee


Peinlich, peinlich. Und jetzt kommt die Quittung. Ich finde das Bürgerbegehren vollkommen berechtigt. Viel Glück den Initiatoren und denen, die sie unterstützen.
Many G., Kastanienallee


Hallo ihr lieben, toll das es euch gibt! Ich bin empört wie der Bezirk Prenzlauer Berg mit mir umgeht! Wurde ich informiert? Nein! Jetzt stellt man mich vor vollendete Tatsachen. Damit wurde meine würde missachtet! Ich werde mit einem Rechtsanwalt prüfen, ob ich dementsprechend klagen kann! ich rufe auf zum geschlossenen Widerstand gegen diese Umbaumaßnahmen und Lenkung von Steuergeldern an Lobbyisten. Das Vergabeverfahren muß neu begonnen werden. Die Bürger in das Bauvorhaben eingebunden werden und die Bürger müssen am GANZEN Prozess beteiligt werden. Wir, die Anwohner wollen kein Stuttgart 21 in der Kastanienallee! Kastanienallee 21- Nein Danke!
Mit solidarischen Grüßen
Dr. Motte

Dieser Plan zeigt, wie schon anderes (Senefelder Platz, Wasserturm...), dass die Bezirksverwaltung die eigentlichen Stärken von Prenzlauer Berg systematisch zerstört. Die liegen in den über 40 Jahre DDR herübergeretteten, unglaublich großzügigen Bürgersteigen, wilden Ecken, kleinteiligen Strukturen, die in der Form in kaum einer anderen Stadt existieren und wegen der die meisten jüngeren Leute überhaupt hier herziehen bzw. gezogen sind.
Da die Verantwortlichen im Bezirk dieses Kapital nicht als solches erkennen, können wir es nur selber schützen - es macht schon mal Mut, dass die Abholzung und Sanierung der Oderberger Straße gestoppt werden konnte.
Ich lebe seit 1999 hier und habe keine Lust mehr, zuzusehen, wie die Orte, die ich am meisten an dieser Stadt liebe, systematisch ausverkauft und zerstört werden.


ganz schrecklich!
das flair der kastanienallee geht unwiederbringbar verloren - dabei hat die kastanienallee in den letzen jahren sich gerade zu einer DER straßen berlins gemausert. besucher lieben die straße wegen ihrer authentizität. heute hat die kastanienallee unglaublich viele fußgänger und vergleichsweise wenig autoverkehr. radfahrer können inzwischen in gleismitte fahren und es gilt tempo 30. in der kastanienallee pulsiert sprichwörtlich das leben - so ist es. zugegeben alles leicht chaotisch, aber wunderbar! das ist berlin...
stadträumlich betrachtet, zeigt sich die kastanienallee als straße mit angenehm breiten gehwegen und vergleichsweise schmalem straßenprofil. wenn man so will, kann man die fußwege als den wahren ‘angebotsstreifen‘ bezeichnen, denn sie sind verantwortlich für das leben auf dieser straße!
die straße zeigt sich darüber hinaus noch mit ihrer historischen gehwegpflasterung - die benachbarte schönhauser-allee wurde längst sterilisiert.
nach einem umbau ginge dem kiez etwas verloren. dieses original verschwindet. die straße wird geglättet und beliebig. warum sollte man das eigentlich wollen?
und jedoch werden auch auf funktionaler ebene fehler gemacht: die fußwege werden zwangsläufig schmaler, wenn autos zwischen den bäumen parken - dies erscheint irgendwie unzeitgemäß und wird den vielen menschen nicht weiterhelfen; die reine verkehrsfläche wird hingegen größer und der verkehr schneller (tempolimits werden bekanntlich gerne missachet). die straße wird für den autofahrer attraktiver und straßenbahnen werden noch lauter. für radfahrer aber wird es gefährlicher oder zumindest gefährlich bleiben, weil der sogenannte ‘fahrrad-angebotsstreifen‘ mit zulieferern und in-zweiter-reihe-parkern verstellt sein wird. radfahrer werden auf die straßenbahnspur ausweichen und kommen mit dem nunmehr beschleunigten auto- und tramverkehr in konflikt und stürzen über die parallel laufenden gleise. so wird es kommen. die ursprüngliche intension wird ad-absurdum geführt. zuletzt wird die parkplatzsituation unerträglich, siehe in-zweite-reihe-parker und parkplatzsuchverkehr etc.
an die gleise heran geführte straßenbahn-bahnsteige kann man in der pappelallee bereits begutachten - diese werden mittels kurzen radwegen umfahren. hier kommen wartende oder heran eilende fußgänger laufend auch mit normal fahrenden radfahrern in konflikt. keine gute lösung! besser ist es, wenn radfahrer hinter der straßenbahn warten, warten würden.
nach meiner auffassung reicht es völlig aus, wenn die kreuzungen mittels sogenannten ‘gehweg-nasen‘ verkleinert und sicherer werden und wenn die weiterführenden radfahrer-wegbeziehungen an den kreuzungen eberswaler straße/schönhauser allee bzw. am rosenthaler platz verbessert werden. radfahrer können hier quasi nicht verkehrsregelkonform weiterkommen.
vor allen dingen aber sollte man behutsam mit der substanz und dem status-quo umgehen. der umbau in der vorgesehenen form wird eine verschlimmbesserung sein und unötig hohe geldmittel verschwenden. darüber hinaus wird das gesicht der kastanienallee unwiederbringbar zerstört. warum?


Hallo Zusammen, zunächst vielen Dank für euer Engagement, ich finde es beeindruckend was ihr schon alles zusammengetragen habt.
Ich bin ebenso schockiert über den geplanten Umbau und sehe diesen als städtebaulichen Wahnsinn. Im Vordergrund des Umbaus stehen ausschließlich verkehrstechnische Belange, mit "Sanierung als ganzheitliche Entwicklungsstrategie" wie dies die S.T.E.R.N.-GmbH für sich in Anspruch nimmt, hat dies nichts zu tun.
Der Kastanienallee als Geschäftsstraße und vor allem auch als Ort der Kommunikation, wird in keiner Form Rechnung getragen. Beide Funktionen erfordern nicht nur einen breiten Gehwegraum zum flanieren und ausreichend Platz für Freisitze von Cafes/ Restaurants sondern ebenso Raum für Bänke die unabhängig von den Cafes genutzt werden können. Es ist doch ein herausragendes Merkmal von Berlin und vom Prenzlauer Berg, wie hier das Leben gerade im Sommer im Freien stattfindet.


Liebe Leute, ich habe erst durch die "Nein"-Zettel in den Läden von der Inititative erfahren. Heute (19.6.) war ich beim Treffen in der GLS-Schule und freue mich sehr, dass es einige andere gibt, die sehr ähnlich wie ich denken und den geplanten Umbau der Kastanienallee empörend finden und verhindern wollen.
Ich wohne seit vielen Jahren an der Kastanienallee und kann von meinem Schreibtisch den Verkehr gut beobachten. Dabei freue ich mich oft: Denn die Kastanienalle ist ein gutes Beispiel, wie sich Radfahrer durch ihre massive Präsenz Straßenland zurückerobern. Eigentlich vorbildlich! Die Radzeichen in der Mitte der Straße fand ich auch eine gute Idee, die Präsenz der Radfahrer zu stärken. Der mit dem Umbau jetzt geplante Radstreifen am Rand, der die Radfahrer von der Straße auf ihren Sonderstreifen zurückdrängt, ist da völlig kontraproduktiv und würde nur den Autoschnellverkehr fördern, den - jedenfalls von den Anwohnern - niemand wünscht.
Besonders pervers finde ich es, dass dieser Vorschlag, der nur als Förderung des Autodurchgangverkehrs verstanden werden kann, ausgerechnet von einem grünen Politiker kommt. Sinnvoll wäre ein Radstreifen vielleicht auf der Steigung des Weinbergwegs. Doch oben auf ebenen Strecke sind die Geschwindigkeitsverminderungen auch für die Straßenbahn minimal. Da sollte man lieber auf der Schönhauser eine Straßenbahnspur einrichten, wo die Bahnen oft wegen Autoverkehrs in beide Richtungen lange im Stau stehen.
Und die Denkmalschutzgelder würden im Stadtbad Oderbergerstraße dringend gebraucht.
Das Projekt muss/wird verhindert werden.


Hallo, wäre es nicht ein ganz schlauer Alternativvorschlag, wenn folgendes anregt werden könnte:
Wenn die Gelder für den Umbau der Kastanienallee aus einem Fonds für Denkmalpflege kommen, dann könnte man sie doch ebensogut sinnvoll dafür verwenden, das Stadtbad Oderberger Straße zu sanieren. Einen wirtschaftlich tragfähigen Betrieb des Stadtbades könnte ich mir in einer Gegend mit einen großen Einzugsbereich von Familien mit Kindern ziemlich gut vorstellen: mit Schwimmerbereich, Sauna, Solebecken, Kinderbecken usw....


Als freier Journalist und seit 1999 in der Kastanienallee 28 wohnhaft stimme ich dem von Ihnen in Ihrem Briefkastenfaltblatt skizziertem Veto gegen den städte- und bezirksbaulichem Irrsinn der Berliner Senatverwaltung voll zu. Ich werde in dieser Sache persönlich an die Senatorin für Statdtentwicklung schreiben.


Das kann doch nicht sein, jedes Jahr kommt ein anderer und reisst die Straße auf, erst macht die BVG ihre Gleise, dann kommt die Gasag, dann kommt die Telekom und anschließend wieder die BVG, weil sie doch lieber leisere Gleise verlegt hätte.


Ach, das Geld kommt aus Denkmalschutzfonds. Aber was hat das mit Denkmalschutz zu tun, die Straße kaputtzumachen?


Die sollen das Geld nehmen und sich damit auf die Cayman-Inseln absetzen und uns hier in Ruhe lassen.


Wenn die hier 2 Jahre buddeln, dann bin ich pleite.


Wenn das passiert, dann sind wir weg vom Fenster.


Den Besitzer interessiert das alles nicht. Aber vor 2 Jahren waren wir ein halbes Jahr komplett eingerüstet – da ist der Umsatz um 70% in den Keller gerauscht.


Ja, wir hätten auch gern einen Umbau. So eine Komplettverglasung der Straße wäre doch schön.


Ja wir wissen schon Bescheid. Wo kann man gegen den Wahnsinn unterschreiben?


Da müsste man doch eigentlich einen Anwalt ganztags beschäftigen, damit der dem Bezirksamt mal so richtig einheizt.


Was haben die denn für ein Interesse, die Straße völlig kaputtzumachen? Und wer verdient dabei?


Sollen sie sich das Geld doch in ihre Taschen stecken und die Kastanienallee so lassen, wie sie ist.


Haben Sie auch eine Meinung zum "Umbau" der Kastanienallee? Dann schreiben Sie Ihren Beitrag an:

mail@bi-wasserturm.de

 
FORUM WASSERTURMPLATZ
"Baumkronenpflege" im Kiez - Schreiben von Anwohnern an das Amt für Umwelt und Natur

An das
Amt für Umwelt und Natur
Fröbelstr. 17
10405 Berlin - Prenzlauer Berg

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir wohnen in der Kolmarer Straße, in 10405 Berlin Prenzlauer Berg und sind damit Wasserturm-Anwohner. Vor einigen Jahren mussten wir mit ansehen, wie unzählige Bäume am Wasserturm gefällt wurden.

Heute müssen wir feststellen, dass der Wahnsinn leider weiter geht. Beim Anblick so vieler gekappter Bäume fragen wir uns, wozu es eine ZTV-Baumpflege, eine Baumschutzsatzung und ein Bundesnaturschutzgesetz gibt. Überall dort ist aufgezeigt, welche Schnittmaßnahmen erlaubt sind und wie diese auszuführen sind. Anstatt Bäume ?tot zu schneiden?, wäre es sinnvoll, im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht eine Totholzentnahme zu beauftragen. Denn Totholz gibt es genug über den Wegen des Parks.

Wir würden uns freuen, wenn Sie Zeit fänden, dazu Stellung zu nehmen. Dieses Schreiben leiten wir zur Kenntnisnahme an die Bürgerinitiative Wasserturm sowie die Grüne Liga e.V. weiter.

O. und A.
31.08.2008
hallo,
ich bin beeindruckt von der neuen homepage. insbesondere der aufgegangene s.t.e.r.n. ist erste sahne. bis dann
gruß, alex winkler
06 .10.07
Brief einer Bürgerin aus Prenzlauer Berg an den Stadtrat für "Umwelt, Wohnen und Bürgerdienste" vom 11. Mai 2006

Sehr geehrter Herr Köhne,

mit Entsetzen vernahm ich vor Kurzem die Nachricht, daß am Wasserturmplatz weitere Bäume gefällt werden sollen. Laut Ihren Aussagen und denen der Stern und denen des Bauschildes können weitere Fällungen überhaupt nicht zur Debatte stehen. Ich müßte Sie sonstauffordern, Ihre Aussage: 'die Bürger würden von der BI Wasserturm falsch informiert', zurückzunehmen und sich öffentlich bei der BI wegender Verleumdung zu entschuldigen!!!

Mit Entsetzen beobachte ich jeden Tag die "Baumaßnahmen" (in meinenAugen pure Zerstörung) am Wasserturmareal und verabschiede mich im Geiste von dem einst so schönen Gelände. Schade, daß mein Sohn, der in zwei Monaten geboren wird, nicht dort spielen wird, denn ich halte einen Kleinkinderspielplatz an der Straße für viel zu gefährlich.

Die bereits erfolgten Fällungen reduzierten die gerade anziehenden schattigen Flächen auf dem Gelände so stark, daß der Platz bei heißem Wetter wahrscheinlich nur von den "drei" Befürwortern der Umgestaltungsmaßnahmen genutzt wird. Wissen Sie, wenn ich sehen und gesehen werden will, gehe ich auf den Kollwitzplatz , der übrigens beiden "alten" Prenzlbergern "Affenfelsen" genannt wird. Dort kann ich mir bis zur Gehirnschmelze die Sonne auf den Kopf scheinen lassen und mein Kind kann sich mit den wenigen Spielgeräten bei einem ordentlichen Sonnenstich zu Tode langweilen.

Die Einführung eines generellen Hundeverbotes kann ja hoffentlich nur bedeuten, daß wenigstens dieser Platz nicht mehr von Hundedreck, wie Büchsen, Flaschen, Tetrapacks, Essensresten, Papier, Kartons, Zigarettenkippen, Altkleider, Matratzen, Holzbretter etc. zugemüllt ist. Mein Hund hat beim Gassigehen auch immer Scherben und Verpackungsmüll dabei.
Komisch: für die ordnungsgemäße Beseitigung der Haufen bin ich nóch nie gelobt, aber schon ordentlich beschimft worden. Was mache ich falsch? Wenn wir (mein Hund und ich) jetzt auch noch ausgesperrt werden?

Im Übrigen: diese alberne öffentliche Pflanzung der Kastanie in der Knaackstraße hätten Sie sich auch sparen können. Ich weiß ja nicht, ob Sie das wissen, aber die Kastanien sind von den Miniérmotten ernsthaft bedroht und man kümmert sich ja nicht mal um die großen Bäume. Wer soll denn dann auf die kleine Kastanie aufpassen? Und zum Beispiel den Autofahrern sagen, daß das Parken auf Grünflächen verboten ist und kostenpflichtig geahndet wird.

Ich glaube, Sie sind viel zu selten im Bezirk unterwegs, zumindest mit offenen Augen. Ich möchte Ihnen sehr ans Herz legen, mal an einem Samstag ab 9.00 Uhr zum Beispiel das Kollwitz-Viertel in Ruhe und aufmerksam abzulaufen und sich ein Bild von der Situation zu verschaffen. Vieleicht können Sie sich ja mal Nachbars Hund ausleihen?!

Ich bitte Sie, überhaupt und erst recht von einer maschinell erstellten Antwort auf diese Email abzusehen.

Mit freundlichem Gruß
A.K.

Das war die Antwort:

Sehr geehrte Frau Kühn,

zum Hintergrund weiterer Baumfällungen auf dem Wasserturmplatz möchte ich Ihnen Folgendes mitteilen: Alle Bäume auf öffentlichen Flächen müssen einmal im Jahr auf ihre Verkehrssicherheit überprüft werden. Dies geschieht auch mit den derzeit über 150 Bäumen auf dem Wasserturmplatz. Bei der diesjährigen Kontrolle wurde für zwei Bäume festgestellt, dass diese nicht mehr verkehrssicher sind. Die Gutachten der Baumkontrolle mit Beurteilung der Bruchsicherheit kommen zu folgenden Ergebnissen:
1. für einen Eschenahorn am Verbindungsweg der bisherigen Spielplatzflächen im Bereich des Wasserturmes: Es "kann nicht mehr von einem sicheren Baum ausgegangen werden. Die Bruchsicherheit des Baumes ist nicht mehr gegeben. Im weiteren ergibt sich im Kronenbereich ein Handlungsbedarf. Die Kapp- und Schnittstellen sind teilweise weit eingetrocknet. Die nachgebildeten Ständer und Sekundärkronen sind nicht mehr bruchsicher und müssten nachgeschnitten oder entfernt werden.Der Baum hat insgesamt eine nur noch geringe Lebenserwartung. Daher hätten denkbare weitere Kroneneinkürzungen eine geringe positive Prognose auf eine erhaltenswerte und ökologisch sinnvolle Maßnahme. Im Baumumfeld stehen einige Jungbäume, welche die Grundstücksprägung bei eigener besseren Entwicklung übernehmen können. Aufgrund der genannten Ergebnisse und des hohen Gefährdungspotentials des Umfeldes (Spielplatz) ist zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit, die Fällung des Baumes zu empfehlen."
2. für eine Linde an der Ostseite des Platzes im Bereich der Tischtennisplatten: "Der Kronenbereich ist durch die Fäulnis im Stammkopfbereich bruchgefährdet. Die nachgebildeten Kronenständer müssten im Zuge einer Nachbehandlung eingekürzt oder entfernt werden. Es bleibe danach nur noch ein Baumtorso mit geringer Regenerationsfähigkeit und hohem Kontroll- und Pflegebedarf. Es ist daher perspektivisch die Fällung des Baumes zu empfehlen."
Beide Baumfällungen haben also überhaupt nichts mit der Bautätigkeit auf dem Wasserturmplatz zu tun. Wer anderes behauptet, setzt die Desinformation fort.

Mit freundlichen Grüßen
Matthias Köhne
 
Brief einer Anwohnerin aus der Diedenhofer Strasse an den Stadtrat für "Umwelt, Wohnen und Bürgerdienste" vom 21.04.06

Herrn Bezirksstadtrat
Matthias Köhne
Breite Strasse 24-26
13187 Berlin

Wasserturmplatz

Sehr geehrter Herr Köhne,

erneut wurden am o.g. Platz Bäume gefällt und werden Umbaumaßnahmen durchgeführt, die uns AnwohnerInnen unverständlich sind. Leider erfuhr ich zu spät von der Unterschriftenaktion, und genutzt hätte sie wahrscheinlich sowieso nicht.

Wie ich hörte, mussten EU-Gelder ausgegeben werden. Warum eigentlich? Wahrscheinlich doch nur, damit sie im nächsten Jahr wieder zur Verfügung stehen und für weitere zweifelhafte Maßnahmen verschwendet werden können. (Und woher stammen diese Gelder? Ach ja, von mir zum Beispiel.)

Nun können Sie mich vielleicht davon überzeugen, dass der Platz am Ende noch schöner wird, und natürlich sollten wir uns nicht grundsätzlich allem Neuen verschließen. Was mir aber absolut unverständlich bleibt, ist die Tatsache, dass doch die letzten Arbeiten erst vor relativ kurzer Zeit beendet wurden und wir unseren Park nach jahrelangem Chaos endlich wieder nutzen konnten. Jetzt – pünktlich zum Frühling/Sommer – geht es wieder los mit dem Lärm der Baumaschinen, dem Dreck und den Absperrungen. Hinzu kommt, dass ich z.T. zuhause arbeite und doch wohl ein Recht darauf habe, dies in meiner Wohnung einigermaßen konzentriert tun zu können? Natürlich soll Berlin erneuert und verschönert werden, aber es ist nicht fair, Bürgern, die jahrelang an einer Baustelle gewohnt haben, erneut die Lebensqualität zu nehmen.

Dazu noch mit Unverständnis zu reagieren, dass Missmut und Protest aufkommen, "adds insult to injury“ und ist Ihrer Position nicht würdig.

Mit freundlichem Gruß
A.S.
 
Zitate aus Emails von Bürgerinnen und Bürgern an Stadtrat Köhne und Bezirksbürgermeister Kleinert:

Sehr geehrter Herr Köhne,

trotz eines angemeldeten Bürgerbegehrens gegen die Baumfällungen am Wasserturmplatz haben Sie den erklärten Bürgerwillen missachtet, in dem Sie unumkehrbare Tatsachen geschaffen haben. Über 600 Anwohner hatte im Vorfeld gegen den bevorstehenden Kahlschlag unterschrieben.

Ich protestiere hiermit gegen die von Ihnen veranlassten Fällungen und Rodungen der Bäume und Sträucher am Wasserturmplatz. Ich fordere Sie dringend auf, mit Bürgern und Natur einen anderen Umgang zu pflegen. Stoppen Sie sofort alle Maßnahmen.

Beweisen Sie den Bürgern unseres Bezirkes, dass Sie zur Veränderung fähig sind. Ihre Kritik an der GRÜNEN LIGA vom November des Vorjahres ist haltlos. Denn eigentlich vereint Sie und die Grüne Liga eine gemeinsame Aufgabe: der Schutz der immer spärlicher werdenden Grünanlagen und der Respekt vor dem Bürgerwillen. Den Initiatoren der Bürgerinitiative eine radikale Minderheitenposition vorzuwerfen, wie Sie es in einem Artikel der taz vom 13. Januar getan haben, widerspricht dem verhalten eines aufrechten Demokraten. Als Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands sollten Sie sich Ihrer Verantwortung dem Bürgerwillen gegenüber bewusst sein. Ihr Argument, sie sprächen "als Stadtrat, nicht als SPD-Mitglied" wirkt fadenscheinig, denn schließlich treten Sie immer wieder für diese Partei an.

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Sehr geehrter Herr Köhne,

trotz eines angemeldeten Bürgerbegehrens gegen die Baumfällungen am
Wasserturmplatz haben Sie den erklärten Bürgerwillen missachtet, in dem
Sie unumkehrbare Tatsachen geschaffen haben! Über 600 Anwohner hatten im
Vorfeld gegen den bevorstehenden Kahlschlag unterschrieben!

Ich protestiere hiermit gegen die von Ihnen veranlassten Fällungen und
Rodungen der Bäume und Sträucher am Wasserturmplatz!

Ich fordere Sie dringend auf, mit Bürgern und Natur einen anderen Umgang
zu pflegen!

Stoppen Sie sofort alle Maßnahmen!!!

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Sehr geehrter Herr Köhne,

Waren Sie schon vor Ort? Ich schon, denn ich wohne hier und bin bestürzt über das Ausmaß der Rodungen am Wasserturmplatz. Nicht einzelne Bäume wurden gefällt, sondern das Erscheinungsbild dieser bisher grünen Insel wurde völlig verändert. Die Sträucher sind radikal gestutzt worden, der ganze Südhang komplett gerodet. Der Platz sieht kahl und unwirtlich aus.

Der Wasserturmplatz hatte bisher nur drei Schandflecken: Das Gebäude der Kita (von außen), die Baracken am Kleinkindspielplatz und der schlammige Platz vor dem Aufgang zum Berg. Hier wären die EU-Gelder wirklich sinnvoll einzusetzen: Dach und Fassade der Kita erneuern, Baracken abreißen, Schlammplatz zum Spielplatz umbauen, Spielgeräte reparieren und ergänzen, mehr Bänke und ein Toilettenhäuschen aufstellen.

Der Platz mit seinen vielen und hohen Sträuchern bot den Kindern bisher Möglichkeiten zum Verstecken, Klettern, Höhlen bauen und Entdecken, die sonst weit und breit fehlen. Zwischen Rosenbüschen, auf Schmuckplätzen oder in Gartendenkmälern ist das nicht möglich. Auch wir Eltern lieben gerade im Sommer den bisher schattigen und geschützten Wasserturmplatz, der nach Kita und Schule ein beliebter Treffpunkt für die vielen Familien mit Kindern im Kiez ist. Wenigstens ein bisschen wilde Vegetation in dieser ansonsten zugepflasterten und rechtwinkligen Welt sollte erhalten bleiben dürfen!

Wo haben Sie eigentlich früher am liebsten gespielt? Und wo spielen heute Ihre Kinder?

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Sehr geehrter Herr Bürgermeister Burkhard Kleiner,

hiermit möchte ich als Bewohnerin der Kolmarer Straße und als Bürgerin des von Ihnen verwalteten Stadtbezirkes meinen entschiedenen Protest und mein Unverständnis gegenüber den Planungen und bereits erfolgten Baumrodungen auf dem Platz am Wasserturm mitteilen.

Die Tatsache, daß sämtlichen für den Vorgang Verantwortlichen, insbesondere Ihrem Kollegen Herrn Matthias Köhne ein klares Bürgerbegehren in Form einer Unterschriftenliste vorliegt und dennoch bereits gehandelt wurde, erschreckt mich und andere Mitbürger zutiefst. Von den politischen Handlungsträgern muß man erwarten dürfen, daß sie die Geflogenheiten der Demokratie nicht verletzen und die Bürger in ihrem Begehren ernst nehmen.

Ich bitte Sie mit allem Nachdruck, sich der Sache anzunehmen.

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Sehr geehrter Herr Bürgermeister, lieber Genosse Kleinert,

ich protestiere hiermit gegen den Umgang des Stadtrates Köhne

1. mit Bäumen und Spielplatz am Wasserturmplatz
2. mit dem Willen zahlreicher Bürger
3. mit der Kritik an seiner Person

Herr Köhne kommt einem möglichen Bürgerbegehren zur Sanierung des
Wasserturmplatzes durch eine Abholzungsaktion von ihm eigentlich zu schützender
Bäume zuvor.

Das Verhalten des Herrn Köhne beschädigt das so wichtige - und auf bezirklicher Ebene junge - Instrument der Bürgerbeteiligung. Das neue Steuerungsmodell, das den Bürger als Partner der Verwaltung auf Augenhöhe wahrnehmen sollte, erscheint wie eine Spielwiese für einen frustrierten und von ausschließlich wirtschaftlichen Interessen geleiteten Stadtrat.

Wie kann ein Stadtrat für Umwelt die ihm übertragenen Aufgaben (Umwelt und Bürgerdienste) ernst nehmen, der die Fällung von Bäumen und den Abriß eines Spielplatzes "geringfügigen Streitfall" bezeichnet?

Als Sozialist bin ich entsetzt über die technokratischen Gepflogenheiten,
den dieser angebliche Sozialdemokrat an den Tag legt. Berechtigte Einwände von Bürgern mit seinen
in großen Teilen haltlosen Äußerungen vor BVV abzuspeisen, geziehmt sich nicht für einen Menschen,
der den Willen aller/seiner Wähler ernst nimmt.

In seinen Ausführungen vor der BVV sagt Herr Köhne u.a.:
"Diejenigen, die jetzt ein Bürgerbegehren anstreben, waren im gesamten Beteiligungsprozess wenig konstruktiv und konnten sich nicht durchsetzen.
Es handelt sich bei ihnen bisher nicht um eine organisierte Bürgerinitiative, sondern um Einzelpersonen."

Wie kann dieser Stadtrat eine renommierte und engagierte Organisation, wie sie die GRÜNE LIGA ist, derart verunglimpfen. Die LIGA hat auch in unserem Bezirk bereits vielfach mit Mitgliedern der SPD-Fraktion, aber auch mit unseren Genossen vielfach erfolgreich zusammen gearbeitet.

Ich bitte Sie in Ihrer Eigenschaft als Bürgermeister diesem unerträglichen Treiben des Herrn Köhne ein Ende zu setzen, und ihn zur Ordnung zu rufen.

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Zitate aus Emails an uns:

Besten Dank, dass Sie mich aktuell zum Wasserturmplatz informieren. Ich bin gespannt
auf die Reaktionen seitens unserer Politiker, aber vor allem bin ich traurig und wütend zugleich, jeden morgen nun an dem kahlen Platz vorbeilaufen zu müssen.

Ich habe mich auch sehr über die standardisierte Antwort geärgert, vor allem weil man so arrogant als 'uninformiert' abgetan wird. Herzliche Grüße + Dank für das große Engagement.

Entsetzt über die Geschehnisse der letzten Tage, möchte ich gerne Ihr Bürgerbegehren bezüglich des Wasserturm Geländes und Ihre Bürgerinitiative bezüglich Rücktritt von Stadtrat Köhne unterstützen.

Die Abholzung des Wasserturms schreitet voran, es ist furchtbar…

Ist ja schon frustrierend, dass einem die Sache mit den Bäumen als notwendige Sanierungsmaßnahme verkauft wird...

Nach meiner ersten oberflächlichen Informationssammlung scheint die Verwaltung zum wiederholten Mal an den Interessen der Bürger vorbeizuplanen…

Weißt Du eigentlich, dass die S.T.E.R.N auch an dem schwachsinnigen Hotelbau auf der Kollwitzspitze beteiligt ist?...

Wir würden sehr gerne unterschreiben oä., aber wo? Gibt es nochmals eine Liste?

Ich finde es super, dass Ihr Euch nicht klein kriegen lasst.

Auch wenn ich mich leider auf den Versammlungen und Begehungen nicht mehr sehen lassen habe, verfolge ich den Fortgang der Ereignisse und wollte euch danken, dass ihr nicht locker lasst. das mit den Rosen ist ja echt ein Witz, besonders wenn man sich die erste Versammlung in Erinnerung ruft, in der die Anwohner erzählt haben, wie sie sich notgedrungen der armen zu Grunde gehenden Rosen in ihrer Freizeit angenommen haben, worauf der Denkmalschutz Mensch doch sagte: "man sieht, die Bepflanzung des Hangs mit Rosen wurde von den Anwohnern angenommen." Es tut echt weh, wie entseelt die Aussicht auf einen weiteren Rosenhang an dieser Stelle ist, der dann blass vor sich hinblüht...im besten Falle.